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27.05.2020 17:46:35


Online-Handel in der Schweiz: Immer mehr und am liebsten Elektronik

Die schweizerische Bevölkerung hat 2014 für total 6,7 Milliarden Franken Waren via Online- und Distanzhandel eingekauft. 88 Prozent der Bestellungen erfolgten online, 15 Prozent davon via mobile Geräte. Dies gab der Verband des Schweizerischen Versandhandels bekannt.

Im Auftrag des Verbands des Schweizerischen Versandhandels VSV hat GfK Switzerland die Warenbezüge schweizerischer Privatpersonen via Online- und Distanzhandel im Jahr 2014 untersucht. Nun gab der VSV die Ergebnisse bekannt:

Umsatzwachstum um 7,2 Prozent


Die Analyse berücksichtigte Einkäufe bei Unternehmen (B2C) in der Schweiz und im Ausland sowie bei Auktionsplattformen und Marktplätzen – also letztlich Privatpersonen (C2C) – in der Schweiz und im Ausland. Der dabei erzielte Umsatz betrug 6,7 Milliarden Franken und hiermit 7,2 Prozent mehr als 2013. Dies waren 6,8 Prozent des gesamten Detailhandelsvolumens in der Schweiz.

Heimelektronik als Renner


Der Hauptanteil des Warenwertes im Online- und Distanzhandel entfiel auf den Non-Food-Bereich. Hier betrug der Anteil am gesamten Umsatzvolumen in der Schweiz bereits 12,3 Prozent. Rekordhalter ist, wie bereits im Vorjahr, die Heimelektronik. Hier entfielen bereits 24 Prozent des gesamten Umsatzvolumens auf den Online- und Distanzhandel. Im Food- und Near-Food-Bereich betrug der Anteil der via Online- und Distanzhandel bezogenen Waren nur 1,7 Prozent des Gesamtvolumens. Dies ist im internationalen Vergleich jedoch ein sehr hoher Anteil.

88 Prozent via Internet


Zum Online- und Distanzhandel gehören alle unter räumlicher Trennung des Käufers und Verkäufers erteilten Aufträge, also auch telefonisch und per Post oder Fax übermittelte. Der Anteil der Online-Bestellungen beträgt aber mittlerweile 88 Prozent und nimmt laufend zu. 15 Prozent der Online-Bestellungen erfolgten auf Mobile-Geräten. Für das Bezahlen bevorzugten die Einkäuferinnen und Einkäufer bei Weitem die Rechnung: 84 Prozent der Kunden bezahlten per Rechnung. Mit dieser Vorliebe für Rechnungen seien die Schweizer im europäischen Vergleich Spitzenreiter, so der SVS. Der Anteil der Kreditkarten- und Paypal-Zahlungen stieg im Vergleich zum Vorjahr jedoch deutlich, nämlich von 7 auf 12 Prozent.

Prognostisches


Von den 6,7 Milliarden Franken Umsatz betrug der reine Bestellwert, also der Umsatz, der für die gleichen Waren beim Einkauf vor Ort erzielt worden wäre, 2014 rund 5,9 Milliarden Franken. Der VSV geht davon aus, dass der Preisunterschied zwischen Distanz- und Vorort-Einkäufen 2015 weiter sinken wird. Aufgrund der Frankenstärke erwartet er für 2015 ein eher geringes nominales Wachstum im Online- und Distanzhandel von unter 5 Prozent. Der Anteil der Bestellungen via mobile Geräte und die Erwartungshaltung der Kunden bezüglich Tempo der Lieferung werden weiter zunehmen, glaubt der VSV.


Weitere Informationen:


Datum der Neuigkeit 16. März 2015
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