23.09.2019 09:53:55


Briten: Mehr Social-Media, mehr Datenschutzbedenken

Fast 9 von 10 Briten nutzen das Internet. 61 Prozent der Briten nutzen es auch per Smartphone. 69 Prozent der britischen Internetnutzer nutzen Behörden-Transaktionen. 72 Prozent der britischen Internetnutzer haben ein Profil in sozialen Netzwerken. Parallel zur Internetnutzung sind auch die Datenschutzbedenken gestiegen.

Das britische Office of Communication (=Medienaufsichtsbehörde) hat zum zehnten Mal seinen jährlichen Bericht zur Mediennutzung und zu medienbezogenen Einstellungen der erwachsenen britischen Bevölkerung (Adults media use and attitudes Report) veröffentlicht. Der Bericht äussert sich unter anderem zu den folgenden Themen:

Geräte


86 Prozent der Briten nutzten 2014 das Internet. 81 Prozent der Briten nutzten das Internet unter anderem per PC oder Laptop, 61 Prozenten nutzten es auch per Smartphone, 39 Prozent auch per Tablet. Damit hat die Nutzung von Mobilgeräten in den letzten Jahren stark zugenommen. 2009 surften nur 29 Prozent der Briten per Smartphone. Die Tablet-Nutzung wurde 2011 erstmals gemessen und betrug damals 6 Prozent. Dabei zeigen sich jedoch starke Unterschiede nach Alter. So besassen noch 2014 in Grossbritannien nur 17 Prozent der Über-65-Jährigen ein Smartphone.

Kommunikationsmethoden


Mit der Gerätenutzung verändern sich auch die Kommunikationsmethoden: Um ein Treffen zu vereinbaren, schrieben 2013 rund 43 Prozent eine SMS, 29 Prozent telefonierten per Smartphone und 23 Prozent telefonierten per Festnetz. 2005 telefonierten noch 50 Prozent per Festnetz und 17 Prozent per Smartphone. Nur 27 Prozent schrieben eine SMS.

App oder Browser?


2014 gaben 91 Prozent der Smartphone-Benutzer und 86 Prozent der Tablet-Benutzer an, für den Internetzugriff auch Apps zu benutzen. Von diesen App-Benutzern nutzten 76 Prozent die sozialen Netzwerke häufiger per App als per Browser. Auch für den E-Mail-Versand und für das Lesen von Neuigkeiten kamen mit Vorliebe Apps zum Einsatz. Einzig für Online-Einkäufe und für die Informationssuche wurde der Internetbrowser bevorzugt.

Soziale Netzwerke


72 Prozent der Internetnutzer, also rund 62 Prozent der Briten gaben an, ein Profil auf sozialen Netzwerken zu besitzen. Vier Fünftel dieser Personen, also rund 58 Prozent der Briten, nutzten mindestens einmal pro Tag ein soziales Netzwerk. In der Schweiz gaben laut Bundesamt für Statistik 2014 nur gerade 47 Prozent der Bevölkerung an, die sozialen Netzwerke zu nutzen. Die Briten sind hier also deutlich aktiver.

Transaktionen und eGovernment


85 Prozent der britischen Internetnutzer haben schon einmal Online-Einkäufe getätigt. 68 Prozent betreiben eBanking. Für Online-Einkäufe wie auch fürs eBanking verwenden die meisten PCs oder Laptops. Gelegentlich kommt aber auch das Smartphone zum Einsatz: 15 Prozent verwenden es für Online-Einkäufe, 25 Prozent fürs eBanking. 78 Prozent der Internetnutzer informieren sich online über Behördendienstleistungen. 69 Prozent nutzen Online-Dienste der Behörden.

Wissen und Einstellungen


Nicht nur die Nutzung des Internets, sondern auch das Bewusstsein für dessen Gefahren hat seit 2005 zugenommen. 2005 hatten 46 Prozent der Internetnutzer Bedenken, im Internet ihre genaue Adresse bekanntzugeben. 2014 waren dies 60 Prozent. Hingegen blieb das Bewusstsein dafür, dass die Suchmaschinen den Benutzer/-innen teilweise personalisierte und damit verzerrte Suchergebnisse anzeigen, weitgehend unverändert: Rund 60 Prozent waren sich 2014 dieser Verzerrungen bewusst. 2011 waren es 57 Prozent, praktisch unabhängig vom Alter der Befragten.


Weitere Informationen:
Ofcom: Adultsí media use and attitudes Report 2015, Mai 2015

Datum der Neuigkeit 27. Mai 2015
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