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08.12.2019 21:53:12


Firmen und eGovernment: eSignatur gewünscht, SuisseID fehlt

Das Bedürfnis der schweizerischen Firmen, Behördengänge online abzuwickeln, nimmt stetig zu. Besonders nützlich finden die Unternehmen die Online-Abwicklung amtlicher Bewilligungen. Mit der Verwaltung sind sie zufrieden. Amtliche Formulare würden sie gern elektronisch rechtsgültig signieren und online einreichen. Eine SuisseID, die für solche Zwecke benötigt würde, besitzen jedoch erst 6 Prozent.

Das gfs.bern hat im Sommer 2013 im Auftrag des SECO erneut rund tausend Unternehmen zum eGovernment befragt. Dabei wurden die Unternehmen nach der Bedeutung von elektronischen Behördendienstleistungen und der tatsächlichen Nutzung gefragt, sowie nach der Zufriedenheit mit dem Angebot. Weitere Themen waren die SuisseID und Social Media.

Rechtsgültig signieren – ohne SuisseID?


Insgesamt hat das Bedürfnis, Behördengänge online abzuwickeln, seit 2006 stetig zugenommen, von damals 47 auf heute 59 Prozent der Befragten. Vor allem die Transaktionen im Zusammenhang mit Versicherungen (Unfallversicherung, AHV, IV, EO, BVG, Pensionskasse) wickeln viele Unternehmen bereits heute online ab. Viele Unternehmen möchten zusätzlich „amtliche Formulare elektronisch rechtsgültig signieren und online einreichen“ (46%), die Unfallversicherung online abwickeln (37%) sowie „sich mit einem elektronischen Identitätsausweis auf Behördenplattformen anmelden“ (35%). Jene Karte, die man für zwei der drei genannten Transaktionen bräuchte, ist allerdings wesentlich weniger verbreitet: Nur gerade 6 Prozent der Befragten besitzen geschäftlich eine SuisseID, 3 Prozent besitzen privat eine SuisseID.

Die SuisseID ist die erste schweizweite Lösung für den eindeutigen elektronischen Identitätsnachweis und die elektronische Unterschrift. Immerhin 42 Prozent der Befragten gaben an, die Bezeichnung SuisseID zu kennen. Dies sind deutlich mehr als 2011 (33%). Am bekanntesten ist die SuisseID in der Energie- und Verkehrsbranche, gefolgt von der Wissenschaft und Technik. 17 Prozent der Befragten – also auch viele Personen ohne SuisseID – gaben an, bereits heute amtliche Dokumente elektronisch rechtsgültig zu unterzeichnen und online einzureichen.

Soziale Netzwerke unnütz?


Die Unternehmen wurden auch gefragt, wie nützlich sie verschiedene Online-Angebote finden. Am nützlichsten finden die Befragten die Online-Abwicklung amtlicher Bewilligungen. Am wenigsten nützlich finden sie Konten auf sozialen Netzwerken. Nur gerade 19 Prozent finden diese nützlich oder eher nützlich. 2011 waren dies noch 21 Prozent.

Schaffhauser, Zuger und St. Galler besonders zufrieden mit Gemeinde


Die Zufriedenheit der Firmen mit der Verwaltung hat insgesamt deutlich zugenommen. Wie bereits früher ist weiterhin die Zufriedenheit mit den Kantonen am grössten, gefolgt von der Zufriedenheit mit dem Bund und der Zufriedenheit mit den Gemeinden. 72 Prozent der Befragten bezeichneten das Internetangebot ihrer Gemeinde als sehr gut oder eher gut, im Vergleich zu 62 Prozent 2007, 65 Prozent 2009 und 70 Prozent 2011. Ein Zusammenzug der Zahlen pro Kanton seit 2007 bestätigt den Befund aus dem Jahr 2011, dass die Zufriedenheit mit dem Internetangebot der eigenen Gemeinde in den Kantonen Zug (78%) und St. Gallen (73%) besonders gross ist. Noch grösser ist diese Zufriedenheit neu im Kanton Schaffhausen (81%).



Weitere Informationen:
E-Government: Online-Abwicklung für Firmen immer zentraler – Neuigkeit des SECO vom 28. November 2013 zur Studie „Firmen und E-Government“ (mit Link zur Studie)

Datum der Neuigkeit 2. Dez. 2013
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