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Neue Bundesstrategie im Umgang mit Internetadressen

Der Bundesrat hat eine neue Strategie verabschiedet, um die Interessen der Schweiz im Internet-Adressierungssystem (Domain Name System DNS) weiterhin zu verteidigen. Das Projekt „new gTLD“ wird dazu führen, dass es künftig immer wieder neue Endungen (Top-Level-Domänen) geben wird, zum Beispiel .swiss. In jeder Top-Level-Domäne kann es Domänen geben, die für die Schweiz schützenswert sind, zum Beispiel (www.)nationalrat.XYZ.

(www.)XXX.swiss, (www.)XXX.tv, (www.)XXX.app oder (www.)XXX.shop: Auch so sollen Internetadressen schon bald lauten können. Dies ist das Ziel des Programms „new gTLD“, das die ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers) im Juni 2011 beschlossen hat. Die ICANN ist für die weltweite Sicherheit und Stabilität im Domänen-Namen-System (DNS) – dem Adressierungssystem im Internet – zuständig.

Neues Programm bringt neue Dynamik


„New gTLD“ steht für „neue generische Top-Level-Domänen“. Top-Level-Domänen sind die oberste Hierarchieebene im Namenssystem des Internets DNS und erscheinen am Schluss der Internetadressen (z.B. .ch, .com, .org). Innerhalb einer Top-Level-Domäne gibt es eine grosse Zahl von möglichen Domänen, die beim Betreiber der Top-Level-Domäne reserviert werden können. Top-Level-Domänen sind entweder Landesdomänen mit dem Landeskennzeichen (.de, .at, .fr), oder sie sind generische Top-Level-Domänen (.info, .org, .com). Betreiber einer Landesdomäne ist das jeweilige Land oder eine vom Land beauftragte Instanz. Wer gTLDs verwalten darf, entscheidet die ICANN.
Die Zahl der gTLDs war bisher begrenzt und relativ überschaubar. Mit dem Programm gTLD will die ICANN nun kontinuierlich weitere gTLDs einführen. Es ist also eine neue Dynamik im globalen DNS-Markt zu erwarten.

Der Bund rüstet sich


Damit der Bund im künftigen DNS-Markt die Interessen der Schweiz ausreichend vertreten kann, hat der Bundesrat am 27. Februar 2013 eine „Strategie für den Umgang mit Internet-Domain-Namen“ verabschiedet. Der Bund sieht für sich im DNS-Markt die folgenden Aufgaben:
  • Der Bund verwaltet weiterhin hoheitlich die Domäne .ch und definiert eine Liste mit schützenswerten Bezeichnungen innerhalb dieser Landesdomäne (Bezeichnungen für das Staatswesen und für die bundesstaatlichen Institutionen, Namen von Bundesräten/innen und BundeskanzlerInnen, Bezeichnungen von offiziellen Gebäuden). Die Landesdomäne .ch ist eine offene TLD. Jeder darf sich um Domänen innerhalb dieser TLD bewerben und erhält diese ohne Prüfung zugesprochen, sofern sie noch frei ist. Ein Bezug zur Schweiz muss nicht bestehen. Einzig Gemeindenamen sind für Gemeinden reserviert.
  • Der Bund hat sich bei der ICANN darum beworben, die gTLD .swiss zu verwalten. Anders als in der Landesdomäne .ch soll für Domänen unter .swiss ein Bezug zur Schweiz nachgewiesen werden müssen. Hier will der Bund eine grössere Liste von schützenswerte Bezeichnungen für sich blockieren.
  • Der Bund kann sich bei der ICANN um die Zuteilung weiterer gTLDs bewerben, wenn die Interessen der Schweiz nicht mit anderen Mitteln gewahrt bzw. wenn nur so Missbräuche verhindert werden können.
  • Der Bund unterstützt unter gewissen Bedingungen auf Anfrage auch inländische Sektoren von öffentlichem Interesse und Gebietskörperschaften dabei, ihre Interessen innerhalb der gTLDs Dritter zu verteidigen.
  • Der Bund versucht, innerhalb der gTLDs die schützenswerten Bezeichnungen (Bezeichnungen für das Schweizer Staatswesen, bundesstaatliche Institutionen usw.) blockieren zu lassen oder zu reservieren, sofern dies notwendig erscheint. Wenn sie bereits vergeben sind, versucht er sie zurückzuerhalten.
Umsetzungsorgan für die meisten Aufgaben ist das Bundesamt für Kommunikation BAKOM.


Weitere Informationen:
Strategie des Bundes für den Umgang mit Internet-Domain-Namen
Grünes Licht für die Einführung von Internet-Adressen mit .swiss

Datum der Neuigkeit 11. März 2013