Willkommen auf der Website der Innovative Web AG



Sprungnavigation

Von hier aus können Sie direkt zu folgenden Bereichen springen:
Startseite Alt+0 Navigation Alt+1 Inhalt Alt+2 Suche Alt+3 Inhaltsverzeichnis Alt+4 Seite drucken Alt+5 PDF von aktueller Seite erzeugen Alt+6 Seite vorlesen Alt+7

Tages-Anzeiger: Männedorf ist Pionierin bei Online-Angeboten

Als eine von nur 22 Gemeinden in der Schweiz bietet die Männedörfler Gemeindeverwaltung eine neue Möglichkeit an, sich mit einer elektronischen Identitätskarte auszuweisen.

Copyright © Tages-Anzeiger

von Nadja Belviso:

Männedorf – Schon beim E-Voting hat sich Männedorf als Pioniergemeinde hervorgetan. Nun ist sie auch die erste Gemeinde im Bezirk, die auf ihrer Homepage den Zugang zu einem Benutzerkonto mittels SuisseID anbietet. Dieser Personalausweis für die virtuelle Welt wird dem Nutzer in Form einer Karte oder eines USB-Sticks ausgehändigt und ermöglicht ihm, sich online zu identifizieren. Die Erkennung funktioniert ähnlich wie beim E-Banking. Auch als elektronische Unterschrift kann die ID verwendet werden. So kann sie beispielsweise genutzt werden, um bei der Gemeinde online einen Betreibungsregisterauszug zu bestellen.

Zwar können Männedörfler bereits jetzt einige Dienste ihrer Gemeinde online beanspruchen – zum Beispiel den Abfallkalender oder die Geburtsurkunde bestellen. Dazu muss man aber den internen Link MyServices anklicken und sich mit E-Mail- dresse und Passwort anmelden. Allerdings war man bis jetzt nicht vor Ärger sicher. So kann ein Schlaumeier im Namen einer anderen Person ein Benutzerkonto eröffnen. Das nützt ihm zwar nicht viel, aber er kann sich dadurch durchaus den einen oder anderen Streich leisten: Zum Beispiel bestellt er im Namen seines Opfers einen Betreibungsregisterauszug, der diesem dann zugeschickt wird. Das ist nicht nur mühsam, sondern belastet auch das Portemonnaie. Immerhin kostet der Schein 17 Franken.

Noch hat der Kunde nichts davon
Wer sich eine SuisseID anschafft, kann diese Gefahr aus dem Weg räumen. Ausser dem Karteninhaber selber hat nämlich niemand mehr Zugriff auf den Account. Die SuisseID nutzen bereits zahlreiche Onlineshops, um potenzielle Kunden mit fremdbestellten Waren zu verschonen. Aber auch, um Waren, die mit einer Altersbeschränkung versehen sind, nicht blind herausgeben zu müssen.

Vom neuen Angebot der Gemeinde Männedorf habe der SuisseID-Kunde zwar ausser einem höheren Schutz vor Streichen nichts, wie Gemeindeschreiber Hannes Friess auf Anfrage einräumt. Doch das Angebot werde sukzessive ausgebaut, sodass sich die Nutzer in Zukunft manchen Gang zum Gemeindehaus oder manches Telefongespräch ersparen können.

Für die Gemeindeverwaltung wäre es eine Erleichterung, wenn möglichst viele Männedörfler ihre Geschäfte online abwickeln würden. «Im Vergleich zur Privatwirtschaft sind unsere Prozesse noch viel zu wenig rationell», sagt Friess. Täglich treffen auf der Verwaltung Hunderte von Briefen ein, die sortiert und an die zuständigen Stellen verteilt werden müssen. Je mehr Leute die Onlineformulare nutzen, umso weniger Papier flattert ins Gemeindehaus und umso mehr Zeit haben die Angestellten, sich um wichtigere Aufgaben zu kümmern.

Verwaltung arbeitet sinnvoller
«Der Bürger hat bestimmt auch ein Interesse daran, dass die Verwaltung sinnvoll arbeitet», sagt der Gemeindeschreiber. Man habe allerdings keinerlei Absichten, auf diese Weise die Zahl der Angestellten in der Männedörfler Verwaltung zu reduzieren: «Der direkte Kontakt zu den Bürgern ist uns auch in Zukunft überaus wichtig.»

Dass Männedorf bei neuen Entwicklungen im Onlinebereich die Nase vorn hat, liegt vor allem am Gemeindeschreiber selbst. Sein Interesse an der Informatik führte ihn schon vor 10 Jahren zur Firma iWeb, die sich auf E-Government spezialisiert hat. Damals seien die Internetseiten noch statisch gewesen, für jede Änderung habe man die zuständige Firma aufbieten müssen, erzählt Hannes Friess. iWeb hingegen habe Homepages zum Selberbewirtschaften angeboten. Die Gemeinde Männedorf war ihr dritter Kunde. Inzwischen haben über 350 Gemeinden eine Website von iWeb.

Als Kunde besuchte Friess mehrere Workshops der Firma, an denen er sein Know-how über die Abläufe in den Verwaltungen einbrachte. «Den Verantwortlichen liegt etwas an den demokratischen Möglichkeiten, die das Internet bietet. Das gefällt mir», erklärt er sein Engagement. Als die Firma dann das SuisseID-gesicherte Benutzerkonto entwickelte, war der Männedörfler Gemeindeschreiber sofort Feuer und Flamme. Er ist überzeugt, dass auch andere Gemeinden nachziehen werden, sobald sich der grosse Nutzen der Karte herumgesprochen hat.

Dokument TagesAnzeiger_Mannedorf_ist_Pionierin_bei_Online-Angeboten.pdf (pdf, 53.1 kB)


Datum des Presseartikel 21. Mai 2010
  zur Übersicht

KantoneWeb CityWeb GemWeb SchulenWeb KirchenWeb WerkeWeb VereineWeb CompanyWeb

Seite vorlesen Druck VersionPDF