

Zürichsee-Zeitung: Die digitale ID kommt nur langsamWeiterführende Informationen http://www.zsz.ch/zszhorgen/storys.cfm?vID=13202
Suisse ID Die digitale Unterschrift auf einer Chipkarte gilt online und kann den Gang zur Gemeinde ersparen. Obwohl technisch leicht machbar, zögern die Gemeinden im Bezirk mit der Einführung der elektronischen Unterschrift. Wädenswil dürfte die Suisse ID zuerst anbieten. Die Dienstleistungen einer Gemeinde sollen mit der Suisse ID eine Aufwertung erfahren: Personen, die über eine solche digitale Unterschrift verfügen, können mittels einer Karte oder einem USB-Stick zum Beispiel online einen Ausweis beantragen oder ihren Umzug melden. Mit der Suisse ID wird ihre Identität nachgewiesen. Seit Anfang Mai kann sich jeder Schweizer Bürger die vom Bund lancierte Suisse ID kaufen. Die elektronische Unterschrift wird als Pendant zum E-Banking angesehen - vorab für die Gemeinden und Anbieter von Onlineservices. Homepage als Knackpunkt Am linken Zürichseeufer bietet im Moment noch keine Gemeinde die Möglichkeit, Dienstleistungen per Suisse ID abzuwickeln. Dies könnte sich aber rasch ändern. Grund: Die meisten Gemeinden - Horgen, Hütten, Langnau, Richterswil, Thalwil und Wädenswil - zählen bei ihrem Internetauftritt auf die Dienste der Innovative Web AG, kurz i-web.ch genannt. I-web.ch ist mit schweizweit über 350 Kunden der klare Leader auf dem Markt für Internetauftritte von Gemeinden. Und verfügt, wie die meisten grossen Anbieter, über das nötige Know-how, um die Websites der Gemeinden Suisse-ID-tauglich zu machen. «Wir können Suisse ID innert Tagesfrist freischalten, die technischen Möglichkeiten sind gegeben», sagt Samuel Siegrist, Leiter Services bei i-web.ch. Die Gemeinden müssten nicht erst ihre komplette Website aufwändig überholen oder neu gestalten, sondern könnten direkt starten. Trotz geringer technischer Hürden bieten schweizweit erst etwas über 20 Gemeinden ihren Einwohnern die Möglichkeit, die digitale Unterschrift für Dienstleistungen zu nutzen. Darunter auch das rechtsufrige Männedorf. Viele Gemeinden könnten so etwas nicht von heute auf morgen einführen, meint Samuel Siegrist, sie müssten erst die nötigen Entscheide fällen und das Budget bereitstellen. «Wir wollen erst schauen, was andere für Erfahrungen machen», sagt Heidi Egli, Kommunikationsverantwortliche von Thalwil. Auch in Horgen möchte man das Angebot erst prüfen. Monika Neidhart, stellvertretende Gemeindeschreiberin, meint: «Es ist auch eine Ressourcenfrage auf Gemeindeseite. Wir müssen klären, wie wir die neuen Möglichkeiten verwalten können.» Der Suisse ID gehört die Zukunft, davon sind nicht nur Anbieter wie i-web.ch, sondern auch die Gemeinden überzeugt. «Die Gemeindegeschäfte von zuhause aus zu erledigen, wird sich immer mehr durchsetzen», sagt stellvertretend Roger Nauer, Gemeindeschreiber von Richterswil. Wädenswil steht vor Start Wädenswil wird wohl als erste Gemeinde im Bezirk Horgen die Suisse ID einführen. «Wir arbeiten momentan an einem neuen Internetauftritt, der spätestens am 1. Januar 2011 online geht. Die Chance ist sehr gross, dass wir dabei Suisse ID integrieren», sagt Stadtschreiber Heinz Kundert. Gespräche mit i-web.ch hätten bereits stattgefunden. Dokument Zurichsee-Zeitung_Die_digitale_ID_kommt_nur_langsam_2010_0518.pdf (pdf, 417.6 kB) Datum des Presseartikel 18. Mai 2010
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